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Statistik bestätigt Bauchgefühl: Kosten für ökologische Nahrungsmittel unter der Lupe

Von Sabine Laartz 

Nachhaltige Lebensmittel sind teurer – so die subjektive Einschätzung der Verbraucher. Der Frage, ob dieser Eindruck richtig oder komplett falsch ist, gehen Dr. Christian Haubach und Benjamin Held nach. Die Wissenschaftler an der Hochschule Pforzheim arbeiten in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt, das den durchschnittlichen Warenkorb des Verbrauchers auf nachhaltige Produkte umstellt und an Hand empirischer Daten die Kosten analysiert.

Das Bauchgefühl gibt klare Signale: Der Griff zu ökologischen Produkten macht sich auf dem Konto des Verbrauchers stärker bemerkbar. Diese weit verbreitete Meinung überprüft das Projekt „Warenkorbbasierter Preis- und Umweltvergleich von ökologischem und konventionellem Konsum“ (WaPrUmKo). Hinter dem etwas sperrigen Titel verbirgt sich eine umfangreiche Analyse, die mit klar nachvollziehbaren Kriterien arbeitet. „Uns geht es um die Überprüfbarkeit und objektive Daten“, erklärt Dr. Haubach. „Grundlage der Untersuchung ist daher der Warenkorb zur Berechnung des Verbraucherpreisindexes“, so der Wissenschaftler vom Institut für Industrial Ecology (INEC) an der Hochschule Pforzheim. Der Warenkorb der privaten Haushalte, den das Statistische Bundesamt monatlich erhebt, enthält repräsentative Produkte und differenziert nach einzelnen Gütergruppen. Über diesen Warenkorb werden der Preisindex und die Inflation ermittelt. 

Innerhalb des Forschungsprojektes wurden konventionelle Nahrungsmittel und Getränke des Warenkorbes durch biologische, nachhaltige Produkte ersetzt und so die Kosten einer fiktiven Komplettumstellung ermittelt. „Das Bauchgefühl liegt durchaus richtig“, stellt Christian Haubach fest. Im Durchschnitt sind Biolebensmittel um 70 Prozent teurer als konventionelle, „sofern sie sie einfach blind ersetzen.“ Diese Preissteigerungen variieren natürlich bei den einzelnen Warengruppen. Fisch käme dem Käufer mehr als Doppelte so teuer, bei Molkereiprodukten müsste der Verbraucher mit einem relativ moderater Anstieg von 46 Prozent rechnen, während Fleischesser bei einer Umstellung 87 Prozent mehr bezahlten. 

„Die Zahlen müssen natürlich in Relation gesetzt werden“, betont Christian Haubach. Bei den Deutschen stehen die Ausgaben für Lebensmittel nicht an oberster Stelle. Nur etwa 10 Prozent der monatlichen Durchschnittskosten werden für Nahrungsmittel verwendet. „Das ist im weltweiten Vergleich sehr wenig“, so der Wissenschaftler. Kaum ein Verbraucher, der auf Bioprodukte umstellt, wird sein sonstiges Konsumverhalten beibehalten. „Wir wollten Objektivität, daher haben wir den Warenkorb eins zu eins umgestellt und keine Änderungen im Essverhalten – beispielweise weniger Fleischprodukte - mit einbezogen.“ Die Umstellung auf einen insgesamt ökologischeren Konsumstil, bei dem auch die Ausgabenanteile für einzelne Produkte und Produktkategorien verändert werden, könnte allerdings mit weitaus geringeren Mehrkosten oder sogar Einsparungen verbunden sein. Entsprechende Untersuchungen sollen sich in einem Folgeprojekt anschließen.

Die ersten Ergebnisse des 2012 begonnenen Forschungsprojektes werden in den kommenden Monaten publiziert. Neben dem INEC der Hochschule Pforzheim sind an WaPrUmKo auch die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST), das Statistisches Bundesamt, die bioVista GmbH und die IFC Europe Gruppe/mynetfair AG beteiligt. Das dreijährige Vorhaben wird voraussichtlich Ende Augst 2015 abgeschlossen.

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